Edward III.

(* 13. November 1312, † 21. Juni 1377) kam in Windsor Castle als erstes Kind von Edward II. und Isabella von Frankreich zur Welt. Sein Vater war über die Geburt hocherfreut. Die Kindheit des Prinzen war von den fortwährenden Auseinandersetzungen zwischen König und Adel geprägt. 1325 schickte Edward II. seinen Sohn nach Frankreich, damit dieser für ihn den Lehenseid für die französischen Gebiete gegenüber Charles IV. leistete. Isabella folgte ihm bald darauf und verkündete, sie werde erst nach England zurückkehren, wenn Edward II. die Despensers von seinem Hof entfernt hätte. Damit stellte sie eine doppelte Gefahr dar. Eine Königin, die sich weigerte, in ihr Land zurückzukehren, war schon an sich ein Sicherheitsrisiko, und da sie zugleich die Rückkehr des Thronfolgers verhinderte, ergaben sich vor dem Hintergrund der englisch-französischen Beziehungen weitreichende politische Konsequenzen. Um sich die Unterstützung Wilems von Hennegau, des Gatten ihrer Cousine Jeanne de Valois, für eine Invasion Englands zu sichern, vereinbarte Isabella eine Ehe zwischen ihrem Sohn Edward und Wilems Tochter Philippa.

Nachdem Isabella und Mortimer die Despensers gestürzt und Edward II. zugunsten seines Sohnes zur Abdankung gezwungen hatten, fand die Hochzeit 1328 in England statt. In den ersten Regierungsjahren musste Edward III. zusehen, wie seine Mutter und ihr Liebhaber das Land wenig vorteilhaft regierten. Erst als Philippa im sechsten Monat schwanger war, ließ sich die Krönung der Schwiegertochter nicht länger hinauszögern. Mit der Geburt des Thronfolgers, der ebenfalls Edward genannt wurde, fühlte sich Edward III. stark genug, die Macht selbst zu übernehmen. Mortimer wurde hingerichtet, Isabella musste sich aus der Politik zurückziehen – die gute Beziehung zu ihrem Sohn blieb davon jedoch unberührt.

Edward III. erinnerte in vielem an seinen Großvater Edward I., machte aber den Adel zu seinem wichtigsten Verbündeten. Obwohl die Rückeroberung Schottlands misslang, der Hundertjährige Krieg mit Frankreich begann und zwei große Pestepidemien das Land heimsuchten, gilt er als einer der großen englischen Monarchen, weil es ihm gelang, England zu stabilisieren. Nur ein König vor ihm, Henry III., und zwei Königinnen nach ihm, Victoria und Elizabeth II., regierten länger.

Die politisch arrangierte Ehe mit Philippa wurde, entgegen allen Erwartungen, überaus glücklich. Dreizehn Kinder gingen aus ihr hervor. Philippas Tod 1369 war ein schwerer Schlag für den König, der ab 1371 an einer Form von Altersdemenz litt. Sein ältester Sohn, der Schwarze Prinz, starb 1376 an der Ruhr. Dessen Sohn bestieg 1377 als Richard II. den Thron und geriet, in mancher Hinsicht, sehr nach seinem Urgroßvater Edward II..

Edward II

Der Prinz von Wales bleibt im Stück eine Randfigur. Nichts deutet darauf hin, dass aus ihm einmal ein bedeutender Herrscher werden wird.


Aktualisiert am 15.09.2026

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