The Massacre at Paris – Handlung

[Szene 1]

Der hugenottische Henri de Navarre hat soeben die katholische Marguerite de Valois, Schwester des französischen Königs Charles IX. in Paris geheiratet. Charles IX. und die Königinmutter, Caterina de' Medici, erwarten sich von der Heirat endlich Frieden zwischen Hugenotten und Katholiken. Admiral Coligny, der Führer der Hugenotten, der Fürst von Condé und Navarre sind sich jedoch bewusst, dass der mächtige Herzog von Guise alles daran setzen wird, diesen Frieden zu stören.

[Szene 2]

Guise verflucht die Hochzeit. Nachdem er von einem Apotheker ein Paar vergiftete Handschuhe verlangt hat, beauftragt er einen Soldaten, Admiral de Coligny zu erschießen. In einem langen Monolog erklärt der Herzog, wie er mit Unterstützung von Spanien sowie dem Papst die Hugenotten vernichten und die Macht in Frankreich an sich reißen wird.

[Szene 3]

Der Apotheker übergibt Jeanne d’Albret, der Mutter von Henri de Navarre, die vergifteten Handschuhe. Sie riecht daran und stirbt. Als Coligny ihre Leiche wegbringen möchte, wird er von einer Kugel am Arm verletzt.

[Szene 4]

Auf Drängen seiner Mutter, des Herzogs von Anjou, seines Bruders, und des Herzogs de Guise stimmt Charles IX. der Ermordung aller Hugenotten zu. In der Planungsphase des Massakers trifft die Nachricht vom Attentat auf Coligny ein. Damit er und seine Anhänger sich in Sicherheit wiegen, soll der König ihn besuchen.

[Szene 5]

Charles IX. besucht den verwundeten Coligny.

[Szene 6]

Guise lässt seinen Bruder, den Herzog von Mayenne, und etliche Gefolgsleute auf das Kreuz schwören. Der maskierte Anjou schließt sich ihnen an. Als erstes ermorden sie Coligny und werfen seine Leiche auf die Straße. Das Massaker beginnt.

[Szene 7]

Guise ersticht den Prediger Loreine.

[Szene 8]

Montsoreau tötet im Auftrag von Guise Seroun.

[Szene 9]

Kurz nachdem Talaeus seinen Freund, den Philosophen Ramus, gebeten hat, zu fliehen, betreten Guise, du Mayenne und Anjou dessen Zimmer. Es kommt zu einer philosophischen Debatte zwischen Ramus und Guise. Dann ersticht Anjou Ramus. Navarre erfährt von dem Massaker und konfrontiert Anjou damit. Dieser bestreitet, daran teilgenommen zu haben. Navarre und Condé wollen den König aufsuchen.

[Szene 10]

Anjou erklärt zwei polnischen Fürsten, dass er die Wahl zum König von Polen akzeptiert, die Krone jedoch zurücklegen werde, falls sein Bruder Charles IX. ohne Thronfolger stirbt.

[Szene 11]

Zwei Soldaten streiten, was sie mit der Leiche von Coligny machen sollen. Die Königinmutter kommt in Begleitung von Guise und dessen Bruder, dem Kardinal. Caterina de' Medici macht sich Sorgen, weil Charles IX. zunehmend von Gewissensbissen gequält wird. Als der Kardinal berichtet, er habe gehört, wie der König sich mit Navarre verbündet habe, um für die Hugenotten Rache zu üben, erklärt die Königinmutter, sie werde Charles IX. notfalls töten, damit ihr Lieblingssohn Anjou König von Frankreich werden kann.

[Szene 12]

Guise tötet einen Hugenotten.

[Szene 13]

Charles IX. stirbt. Caterina de' Medici schickt Épernon nach Polen, um Anjou nach Frankreich zu holen. Navarre und Plessis fliehen nach Navarra.

[Szene 14]

Bei der Krönung macht sich die Königinmutter Gedanken, da Anjou, nun Henri III., die Zeit nur mehr mit seinen Mignons verbringt, ohne sich um die Politik zu kümmern. Der Kardinal berichtet, sein Bruder Guisee plane die Auslöschung Henri de Navarres und des Hauses Bourbon. Caterina de' Medici verspricht für den Fall, dass Henri III. den Plan nicht unterstütze, ihn durch seinen jüngeren Bruder ersetzen zu lassen.

[Szene 15]

Die Herzogin von Guise schreibt einen Brief an ihren Liebhaber Maugiron. Ihr Gatte entdeckt das Verhältnis.

[Szene 16]

Navarre und Bartas rüsten sich für den Krieg gegen Frankreich.

[Szene 17]

Henri III. macht Joyeuse, einen weiteren seiner Favoriten, zum General in der bevorstehenden Schlacht gegen Navarre. Guise ist darüber wenig erfreut, vor allem weil der König sich über ihn lustig macht, indem er vom Verhältnis der Herzogin von Guise und Maugiron erzählt. Im Abgang trifft der wütende Guise Maugiron, der sich den Ärger des Herzogs nicht erklären kann. Als Henri III. ihn aufklärt, ist Maugiron sofort bereit, das Verhältnis zu beenden und sich mit dem Herzog zu versöhnen.

[Szene 18]

Joyeuse ist in der Schlacht von Coutras gefallen, Navarre hat gesiegt.

[Szene 19]

Ein Soldat empört sich, dass sein Dienstherr, der Herzog von Guise, zum Hahnrei gemacht wird und erschießt Maugiron. Nachdem Guise den Soldaten entlohnt hat, kommt es zu einem heftigen Streit mit Henri III. Der König und Épernon werfen Guise vor, nach der Krone zu trachten. Die nachfolgende Versöhnung ist trügerisch. Henri III. plant, den Herzog zu töten.

[Szene 20]

Navarre unterrichtet Bartas, dass Guise eine Armee gegen Henri III. aufgestellt hat. Er schickt Plessis zum König mit der Nachricht, er werde ihn im Kampf gegen den Herzog unterstützen.

[Szene 21]

Ein Kapitän der Wache versichert sich der Entschlossenheit der drei Mörder, den Herzog von Guise zu töten. Der König erkundigt sich, ob alles für die Tat vorbereitet ist. Henri III. empfängt Guise freundlich. Kaum ist der König gegangen, wird Guise von den Mördern erstochen. Henri III. und Épernon betrachten den toten Guise, als dessen Sohn hereinkommt. Der König lässt ihn verhaften und befiehlt die Ermordung des Kardinals. Caterina de' Medici ist entsetzt über die Tat. Sie verliert all ihren Lebenswillen.

[Szene 22]

Der Kardinal wird vom 1. Mörder erwürgt.

[Szene 23]

Der Herzog von Mayenne schwört Rache für den Tod seines Bruders, des Herzog von Guise. Ein Mönch berichtet ihm, dass auch sein anderer Bruder, der Kardinal, tot ist. Der Mönch verspricht, Henri III. zu töten.

[Szene 24]

Henri III. steht mit seiner Armee vor Paris. Er dankt Navarre für dessen Unterstützung, als ein Bote in Gestalt eines Dominikanermönchs gemeldet wird. Während der König die Botschaft liest, sticht der Mönch auf ihn ein. Ein Soldat tötet den Dominikaner. Der verwundete König verlangt nach dem Englischen Agenten, der Elizabeth I. vom Attentat unterrichten soll. Sterbend verflucht Henri III. den Papst und ernennt Navarre zu seinem Nachfolger, der seinen Tod rächen möge. Unter Ehrenbezeugung aller Anwesenden wird der tote König hinausgetragen.


Aktualisiert am 27.07.2026

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